Seit 2017 besuchen die Freie Wähler Gemeinschaft Schwalm-Eder und der Stadtverband Homberg/Efze Ende November den EinLaden am Obertor. Zum einen überreichen sie rechtzeitig vor dem letzten Ausgabezyklus eine Nikolausspende für Kinder im Tafelbezug; zum anderen informieren sich die Kommunalpolitiker über die aktuellen Herausforderungen der Tafeln sowie der diakonischen Teilhabearbeit im Allgemeinen. Auch in diesem Jahr ist das Arbeitsfeld weiterhin stark von den Krisen der vergangenen Jahre geprägt. Während die Läden voll sind und sich erneut eine vermehrte Verunsicherung durch Corona bemerkbar macht, sind auch die Folgen des Ukrainekriegs weiterhin spürbar. Zwar führt die Tafel Homberg derzeit keine längere Warteliste, jedoch können neue Aufnahmetermine erst im kommenden Jahr vergeben werden.
Antonia Reitz, zuständige Mitarbeitende der Tafel, informierte die Besuchergruppe über aktuelle Zahlen aus den vier Tafeln im Schwalm-Eder-Kreis. Besonders hervorzuheben ist, dass über ein Drittel der Tafelkundinnen und -kunden Kinder sind. Gerade ihnen – häufig als materiell oder sozial benachteiligt beschrieben – fällt der Einstieg in ihre eigene Lebensbiografie besonders schwer. Trotz verschiedener staatlicher Unterstützungsangebote bleibt gerechte Bildungs- und Teilhabechancengleichheit für viele dieser Kinder weiterhin schwer erreichbar.
Im öffentlichen Wohnzimmer berichtete Jürgen Kurz zudem über die aktuellen Teilhabeprojekte. Wie die freie Wirtschaft und andere öffentliche Einrichtungen stehen auch soziale Arbeitsfelder unter Spar- und Kürzungsdruck. Um die diakonische Arbeit am Standort Homberg/Efze weiterhin in hoher Qualität gewährleisten zu können, sind kreative Ideen und innovative Angebote gefragt.
Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der FWG wurden daher Möglichkeiten erörtert, wie niedrigschwellige Unterstützungsangebote – wie die Tafel oder andere diakonische Alltagshilfen – auch langfristig gesichert und weiterentwickelt werden können.